Sanierung

Die Kirche wurde seit ihrer Einweihung am 31. Oktober 1746 regelmäßig zu Gottesdiensten für die Bevölkerung des Mückenberger „Stetchens“ und des Gutsbezirkes genutzt. Sie wurde 1933 zur Pfarrkirche für das heutige Lauchhammer-West.
Die Schlossherren hatten sich redlich um ihren Erhalt bemüht.

Ein Neubau einer neugotischen zweitürmigen Kirche an ihrer Stelle im 19. Jahrhundert kam nicht zustande. Die letzte gründliche Instandsetzung war 1939 erfolgt. Nach 1945 bemühte sich die Kirchengemeinde um die Erhaltung des Gebäudes mit großem Einsatz. Dem baulichen Verfall jedoch konnte sie sich auf die Dauer der Zeit nicht wiedersetzen. Auch nach 1989 konnten die Mittel zur Sanierung der Bausubstanz nicht aufgebracht werden.

Auf Initiative eines Kirchenältesten wurde am 24. Februar 2004 der Förderverein Schlosskirche Lauchhammer-West gegründet, dem auch – als Eigentümer – die Stadtverwaltung und – als Nutzer – die Kirchengemeinde angehören, vor allem aber engagieren sich im Verein Einwohner aus ganz Lauchhammer und der Umgebung.

Es entwickelte sich eine  gedeihliche Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Verein, Kirchengemeinde und Architektenbüro, deren Erfolg es war, dass die Kirche heute in der Bausubstanz saniert und innen und außen wieder hergestellt ist.

Nach gründlicher Analyse wurde die Restaurierung in drei Bauabschnitten geplant und vorgenommen.

Begonnen wurde mit dem Dachstuhl, dem Dach und dem Wiedereinbau der Dachgauben. Das Fundament wurde stabilisiert und der Sandsteinsockel rekonstruiert. Die Fassaden wurden saniert und mit neuem Putz in Originalfarbgebung versehen. Fenster und Türen wurden repariert oder wieder hergestellt.

Im Inneren wurden die Wände durch Röhrensysteme mit Erdwärme temperiert, um sie gegen Feuchtigkeit zu schützen. Die Sandsteinplatten des Fußbodens wurden ergänzt.
Die Decken wurden mit Verschalung, Reetmatten und Putz neu hergestellt.
Alle Holzteile wurden bearbeitet und ergänzt. Die elektrische Beleuchtung der Kirche wurde erneuert.
Die farbliche Gestaltung konnte durch die umfangreichen Vergoldungsarbeiten vollendet werden.

Und es waren noch Mittel für manche zusätzlichen „Kleinigkeiten“ vorhanden: Die Kreuze über dem Altarraumteil und auf dem Dachreiter wie auch die Inschrift über dem Eingang wurden vergoldet, die Sonnenuhr auf der Südseite ist wieder zu sehen, die Taufe ist restauriert, der Zugang zur Kanzel mit einem neuen Vorhang versehen, die Glocke läutet zu den täglichen Gebetszeiten.

Die Sanierungskosten betrugen 390.000 Euro. Davon waren 70% Fördermittel (inklusive einer Zuwendung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung). Der Förderverein hatte Spenden in Höhe von 45.000 Euro zusammengebracht.

Am 10. September 2009 erhielt der Förderverein Schlosskirche Lauchhammer-West eine Anerkennungsurkunde für die geleistete Arbeit anlässlich der Verleihung des Brandenburger Denkmalpreises 2009 von Frau Prof. Johanna Wanka, damals Ministerin für Kultur, überreicht.

Nun ist die Schlosskirche ein besonderes Kleinod, das sowohl als Gotteshaus, aber auch als Konzertstätte gern und häufig genutzt wird.

Spenden

Wir sammeln, um die Orgel für unsere schöne Schlosskirche wieder herzustellen. Über jedwede Unterstützung sind wir sehr dankbar

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